Torsten Steinhoff: Zum ich-Gebrauch in Wissenschaftstexten

Jeder Studierende kennt dieses Problem: Man sitzt an einer Hausarbeit und möchte das ich verwenden. Sei es eine Anekdote, die als einleitende Worte verwendet werden kann, die eigene Meinung, die zu den besprochenen Theorien geäußert werden soll oder ein Wegweiser für den Leser, der über den Aufbau des Textes informiert werden möchte: Viele Gelegenheiten laden regelrecht dazu ein, die erste Person Singular zu verwenden. Kaum hat man das ich eingetippt, holt einen das schlechte Gewissen ein: Darf ich überhaupt das ich in einer wissenschaftlichen Arbeit verwenden? Auf irgendeine Weise hat man doch erfahren, dass kein ich benutzt werden sollte. Gilt diese ungeschriebene Regel wirklich ausnahmslos?

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