About

Dieser Blog entstand im Rahmen des Master-Seminars Visuelle Linguistik bei Herrn Dr. Noah Bubenhofer im Wintersemester 2014/15 an der Professur für Angewandte Linguistik am Institut für Germanistik der TU Dresden.

Die Visuelle Linguistik beschäftigt sich als sprachwissenschaftliche Teildisziplin unter anderem mit der Beziehung zwischen verbalen und nicht-verbalen Zeichensystemen, der Erstellung von Visualisierungen anhand von vorliegendem Datenmaterial und Fragen nach den ästhetischen, epistemologischen und wissenschaftstheoretischen Implikationen von Verbildlichungsprozeduren. Statt zu einer primär theoretischen Auseinandersetzung mit diesem noch taufrischen Wissenschaftszweig wurden die Studierenden im Seminar dazu ermuntert, sich selbst an verschiedenen Visualisierungsmethoden zu erproben.

Wir interessierten uns für Fragestellungen sowohl theoretischer als auch praktischer Art, wobei das Hauptaugenmerk auf letztere gelegt wurde. Daraus entsprang eine Herangehensweise, die sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

  • Die Prozessierung des rohen Sprachmaterials in ein den Untersuchungsinteressen entsprechendes Datenformat mittels Perl.
  • Das Experimentieren mit verschiedenen Visualisierungsmethoden und das Ausloten unserer eigenen Möglichkeiten mit den Programmen Mallet, Gephi und RStudio.
  • Reflexion über Usability und Ästhetik der produzierten Visualiserungen einerseits, Beschreibung der daraus gewonnen Erkenntnisse andererseits.
  • Einbezug von künstlerisch motivierten Visualisierungsansätzen anhand bereits strukturierter Daten.
  • Notizen und Gedanken aus dem work in progress.

Den Untersuchungsgegenstand bilden die Texte des LdT-Korpus, in denen Nutzer über ihre Drogenerfahrungen berichten. Der Blog kann also als bescheidener Beitrag zum langschwelenden und doch immer wieder brandaktuellen medialen, gesellschaftlichen und politischen Diskurs über psychoaktive Substanzen angesehen werden.