Definitionen

Wortfeld

Ein Wortfeld wird als ein bestimmter „Denkbereich“ bzw. als eine Wortgruppe angesehen, die sich auf ein sinnverwandtes Themengebiet bezieht und inhaltlich benachbarte Wörter enthält. Dabei stehen die Begriffe teilweise in einem fast synonymen Verhältnis zueinander und bilden somit ein lexikalisches Paradigma. Allerdings ist jedes Wort in seinem Bedeutungsgehalt begrenzt, da es jeweils einen anderen Stellenwert innerhalb des Wortfeldes einnimmt als ein anderes. In ihrer Gesamtheit decken die Wörter einen großen zusammengehörigen Sachbezirk ab. Ein Beispiel für ein Wortfeld wäre der Oberbegriff „Sitzmöbel“, der als Unterkategorien die Hyponyme „Stuhl“, „Hocker“, „Sofa“, „Sessel“ usw. beinhaltet. Ein weiteres Wortfeld wäre „Sport“ mit den Unterbegriffen „Handball“, „Fußball“, „Tennis“ usw., bei dem sich die Unterbegriffe wiederum in weiter Unterbegriffe aufspalten lassen (Fußball: „Stürmer“, „Torwart“, „Elfmeter“ usw.).

 

Begriffsnetze

Für das menschliche Denken sind sogenannte Begriffsnetze von großer Bedeutung. So erlangt ein Begriff erst durch das gemeinsame Auftreten mit weiteren Wörtern seine eigentliche Bedeutung: Beispielsweise kommt dem Ausdruck „Möbelstück“ seine volle Bedeutung erst zugute, indem er zusammen mit untergeordneten Konzepten wie „Stuhl“ oder „Tisch“ auftritt.

Unter einem Begriffsnetz versteht man also eine Sinnrelation von Wörtern, oft in einem Hyperonym-Hyponym-Verhältnis. Diese „Gedächtnis-Landkarte“ stellt das Beziehungsgeflecht anhand verschieden starker Verbindungslinien dar, die je nach Häufigkeit des gemeinsamen Vorkommes dick oder dünn realisiert sind.

 

Kookkurrenz

Treten zwei oder mehrere sprachliche Einheiten auffällig häufig gemeinsam in derselben Umgebung auf, spricht man von einer „Kookkurrenz“. Das gemeinsame Auftreten der Begriffe im selben Kontext weist oft eine strukturelle Ähnlichkeit auf. Beispiele für Kookkurrenzen sind vor allem feste Verbindungen wie Redewendungen.

Kookkurrenzanalysen werden vor allem dazu herangezogen, um semantische Relationen wie Hyperonymie (Oberbegriffe), Antonymie (Gegensatzpaare), Synonymie und Meronymie (Teil-Ganzes-Beziehung) zu bestimmen. Die Kookkurrenzanalyse eignet sich für meine Analysezwecke daher, dass sich die Untersuchung zuvor genannter Phänomene für eine Erstellung von Wortfeldern als dienlich erweist.

Ein Gedanke zu “Definitionen

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