Analyseresultate

Wie verändern sich die Zusammenhänge und Begrifflichkeiten, die mit dem Wort “Wald” auftreten, im Laufe der Zeit (ab 1950 bis 1990)?

Mithilfe der beiden Korpora COSMAS II. vom IdS und DWDS wurde versucht, die Umgebung des Wortes “Wald” zu untersuchen. Dabei lassen sich drei thematische Wortfelder erkennen: der Wald stellt einen Rückzugsort dar, man findet Ruhe und er ist schützenswert. Andererseits ist er auch eine Bedrohung, die zerstört wird. Außerdem steht der Wald auch für einen Lebensraum und ein Ökosystem, das bewirtschaftet wird.

Untersucht man die Rupriken, in denen der Begriff “Wald” auftritt, zeigt sich, dass er sich sowohl in der Kategorie “Freizeit” als auch in der Politik und Wissenschaft finden lässt.

Da in den 80er Jahren das Waldsterben in der Politik ein aktuelles und präsentes Thema war, treten auch genau in dieser Zeit vor allem negativ konnotierte Adjektive in Verbindung mit dem Wort “Wald” auf. Deshalb steigt auch die Häufigkeit der Präsenz in den Medien in den 80er Jahren an und fällt in den 90er Jahren wieder ab.

Am häufigsten treten als Kollokatoren des Wortes “Wald” die Begriffe “bayrisch”, “deutsch” und “dunkel” auf. Als Passivsubjekt tritt der Wald am meisten mit den Worten “abgeholzt”, “gerodet” und “bewirtschaftet” in Erscheinung.

Durch die Verwendung bestimmter Ausdrücke finden Emotionalisierungen statt. Dabei treten wie bei den Themenfeldern positive und negative Emotionen auf. Auf der einen Seite stehen “Schutz”, “Sicherheit” und “Zauber”, auf der anderen Seite “Einsamkeit”, “Angst” und “Bedrohung”.

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