Emotionalisierung und Sakralisierung

Man erkennt deutlich, dass sowohl bei den positiven als auch den negativen Wortfeldern eine Emotionalisierung stattgefunden hat. Als positive Emotionen, die mit dem Wald verbunden sind, kann man die Begriffe Sicherheitsgefühl, Schutz und Zauber anführen. Die Angst und Bedrohung zeugen von negativer Emotionalisierung.

Manche Ausdrücke wirken  personifizierend, z.B. gepflegt, gerettet, geschont. Auch die Wörter sterbend und einsam passen nicht wirklich zu einem Naturgebiet, sondern wirken vermenschlicht. Vielleicht zeigt dies, dass der Wald für die Menschen mehr ist als nur ein Stück Natur. Dass jeder individuell etwas damit in Verbindung bringt. Gerade auch durch den vermehrten Umgang mit Umweltpolitik und Umweltschutz seit den 80er Jahren ist sicherlich der Fokus anders gesetzt als noch in den Jahren zuvor. Man wird aufgerüttelt, etwas für die Umwelt und damit für den Wald zu tun. Man erkennt vielleicht auch, was verloren gehen würde, gäbe es keinen Wald mehr.

Das Thema der Sakralisierung ist dabei schon schwieriger zu betrachten: eventuell könnte man die Stille und den Wunsch, den Wald zu bewahren und zu schützen als sakrale Motive interpretieren. Aber wirklich viele andere Hinweise auf dieses Thema wurden nicht gefunden. Vielleicht spielte die Sakralisierung eher im 19. Jahrhundert eine größere Rolle.

Heutzutage wird der Wald eher als etwas Schützenswertes betrachtet. Auch in der Lyrik spielte der Wald und die Bäume eine große Rolle, z.B. in Sprichwörtern finden sich immer wieder Bezüge zum Wald. Auch der gesundheitliche Aspekt (Spaziergänge durch den Wald) und die Wichtigkeit des Aufwachsens mit dem Wald (“Kinder, raus in die Natur!”) wurden erforscht. Daran sieht man, dass das Thema “Wald” schon früher und auch heute noch präsent waren, zwar in anderen Zusammenhängen, jedoch stets erwähnt in den Medien.

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