Zahlen und Statistiken

Kookurrenzanalyse mit DWDS

Attribute des Wortes “Wald”

Diese nachfolgende Tabelle zeigt Ergebnisse des DWDS-Wortprofils 3.0, bei dem alle Attribute bis Rang 47, die mit dem Wort Wald zusammenhängen, der Frequenz nach geordet und aufgezeigt wurden.

Rank Stammform Wortart Frequenz
1 bayerischen Adjektiv 3443
2 deutschen Adjektiv 1377
3 dunklen Adjektiv 892
4 dichten Adjektiv 829
5 großen Adjektiv 444
6 ganze Adjektiv 416
7 kleinen Adjektiv 405
8 tiefen Adjektiv 329
9 nahen Adjektiv 299
10 grünen Adjektiv 251
11 tropischen Adjektiv 247
12 umliegenden Adjektiv 208
13 verschneiten Adjektiv 196
14 schöner Adjektiv 188
15 bayrischen Adjektiv 185
16 finsteren Adjektiv 162
17 heimischen Adjektiv 158
18 ausgedehnten Adjektiv 156
19 angrenzenden Adjektiv 156
20 lichten Adjektiv 150
21 weiten Adjektiv 150
22 riesigen Adjektiv 147
23 endlosen Adjektiv 141
24 wilden Adjektiv 135
25 finnischen Adjektiv 129
26 märkischen Adjektiv 126
27 neuen Adjektiv 118
28 eigenen Adjektiv 109
29 alten Adjektiv 103
30 schwarzen Adjektiv 103
31 einsamen Adjektiv 89
32 sterbenden Adjektiv 87
33 gelegenen Adjektiv 86
34 kanadischen Adjektiv 84
35 nächtlichen Adjektiv 83
36 polnischen Adjektiv 81
37 böhmischen Adjektiv 81
38 gesunden Adjektiv 80
39 schattigen Adjektiv 77
40 russischen Adjektiv 77
41 naturnahe Adjektiv 75
42 schwedischen Adjektiv 74
43 undurchdringlichen Adjektiv 73
44 schwäbischen Adjektiv 72
45 stillen Adjektiv 71
46 bewirtschafteten Adjektiv 69
47 düsteren Adjektiv 67

Erkennbar daran ist, dass vor allem viele Ortsnamen in Verbindung mit dem Wald auftreten. Diese sollen bei der Betrachtung eher ausgeschlossen werden, da sie nicht unmittelbar Bezug zur Emotionalisierung und Sakralisierung haben.  Interessant dagegen ist die hohe Frequenz der Wörter wie “dunkel”, “dicht”, “tief”. Diese Attribute müssen nicht unbedingt in einem negativen Kontext gesehen werden, da sie auch einfach nur Beschreibungen des Erscheinungsbildes des Waldes sein können. Genauso neutral erscheinen die Worte “groß”, “klein”, “umliegend”, “nah” und “bewirtschaften”. Die Adjektive “undurchdringlich”, “einsam” “düster”und “sterbend” treten nicht so häufig auf, sind aber auffällig, da sie ein gemeinsames negatives Themenfeld haben. Positiv konnotierte Adjektive treten auch nicht gehäuft auf und finden sich in dieser Liste nur in “schön”, “gesunden”, “wild” und “still”, “verschneit” und “alt”. Jedoch erscheinen sie öfter als negative Attribute. Vielleicht kann man daraus ablesen, dass der Wald eher neutral bewertet wird und oft von Attributen begleitet wird, die eher sein Aussehen und die Entfernung beschreiben. Außerdem kann man sagen, dass die Menschen eher ein positives als negatives Bild vom Wald an sich haben.

“Wald” als Passivsubjekt

Rank Stammform Wortart Frequenz
1 abgeholzt Verb 111
2 gerodet Verb 60
3 bewirtschaftet Verb 36
4 genutzt Verb 30
5 zerstört Verb 29
6 vernichtet Verb 23
7 geschützt Verb 21
8 sehen Verb 18
9 gesperrt Verb 18
10 aufgeforstet Verb 17
11 gerettet Verb 15
12 betreten Verb 14
13 verkauft Verb 11
14 belastet Verb 10
15 gestellt Verb 9
16 gepflegt Verb 9
17 gefegt Verb 9
18 gelichtet Verb 9
19 geschont Verb 8
20 geschädigt Verb 8
21 gepflanzt Verb 8
22 geschlagen Verb 8
23 gemacht Verb 7
24 erkennen Verb 7
25 gezählt Verb 7
26 gefällt Verb 7
27 geopfert Verb 7
28 angepflanzt Verb 7
29 verjüngt Verb 6
30 überwacht Verb 6
31 strapaziert Verb 5
32 zurückgedrängt Verb 5
33 umgewandelt Verb 5
34 betrachtet Verb 5

An erster Stelle stehen Verben, die vor allem mit dem Nutzwert des Waldes im Zusammenhang stehen (abholzen, roden, bewirtschaften, nutzen). An zweiter thematischer und frequenter Stelle folgen negativ konnotierte Worte wie “zerstört” und “vernichtet”. Erst auf Rang 7 erscheinen Verben wie “geschützt”, “gerettet” und “gepflegt”. Zum Schluss folgen Lösungsversuche mit “gepflanzt”, “verjüngt” und “umgewandelt”. Es erscheint wie eine Reihenfolge, die auch im Denken und Handeln des Menschen so vonstatten geht. Zuerst wird an den Nutzen gedacht, anschließend zerstört man zu diesem Zwecke den Wald, darauf folgt meist die Einsicht, dass etwas getan werden muss, dass man sich für den Wald einsetzen muss. Letztendlich setzt man Maßnahmen durch, die zur Revitalisierung des Waldes führen sollen. An dieser Übersicht kann man vielleicht erkennen, dass der Nutzwert des Waldes für den Menschen im Vordergrund steht. Dass er vor allem Lieferant von dem Rohstoff Holz zur Verarbeitung in der Industrie ist. Die emotionalen Aspekte, die möglicherweise in den Wörtern “betrachten”, “geopfert” und “gepflegt” erkennbar sind, spielen nur hintergründig eine Rolle.

 

Ein Gedanke zu „Zahlen und Statistiken

  1. Alles in allem eine sehr schöne Website mit guten Ansätzen der Analyse und interessanten Befunden und Deutungen! Problematisch ist für die diachrone Perspektive, wie von Ihnen angemerkt, die Datengrundlage. Das DWDS-Korpus ist etwas klein (die Resultate sind aber interessant) und das DeReKo zu wenig historisch. Für weitergehende Analysen müsste man dieses Problem also noch lösen.

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