[anko] - das Ansichtskartenkorpus

Die rund 12'000 Ansichtskarten, die als Datengrundlage für [anko] dienten, wurden nach einem Aufruf von Prof. Dr. Hausendorf durch Privatpersonen gespendet. Die Karten wurden in Zürich eingescannt und anschließend von einem externen Schreibbüro abgeschrieben.

Beim Abschreiben wurde nicht nur der eigentliche Text der Karte erfasst, sondern auch Metainformationen wie der Ausgangsort, Anzahl und Geschlecht der EmpfängerInnen, Notizen auf der Bildseite, usw. Zudem wurden beim Abschreiben innerhalb des eigentlichen Textes schon die für Ansichtskarten typischen Abschnitte Anrede, Gruß, Datum und Unterschrift markiert.

Rund 600 Ansichtskarten waren auf Schweizerdeutsch verfasst. Aufgrund der Komplexität, die das Erfassen von schriftsprachlichem Schweizerdeutsch darstellt, wurden diese Karten gesondert an der Uni Zürich abgeschrieben. Die im Text der Karte vorwiegend genutzte Varietät ist im Korpus für jeden Text ausgewiesen.

Aus dem Gesamtkorpus wurde zudem ein Teilkorpus für den internen Gebrauch gebildet, das manuell mit einer textlinugistischen Tiefenannotation versehen - hierbei wurden auf Satzebene thematische Referenzen annotiert. [anko] liegt bei Veröffentlichung zum einem im TEI-Format vor, einem internationalen Standard für digitale Texte - in diesem Korpus werden alle Texte und Metainformationen enthalten sein. Zusätzlich wird [anko] in einem XML-Format veröffentlicht, das auch die linguistischen Annotationen zu Wortarten, Lemmata, sowie Syntax-Auflösung enthält.